Dunstabzugshaube reinigen: Dieser geniale Trick spart Stunden Schrubben

Warum der Fettfilter zur Problemzone wird

Der Fettfilter in der Dunstabzugshaube gehört zu jenen Stellen in der Küche, die viele Menschen monatelang lieber ignorieren. Mit der Zeit verwandelt sich der gelbliche Belag in eine zähe, klebrige Masse, die nicht nur unschön aussieht, sondern auch die Leistungsfähigkeit des Geräts drastisch mindert. Ein verstopfter Filter belastet den Motor unnötig und verhindert, dass die Küchenluft noch wirksam gereinigt wird.

Die gute Nachricht: Sie brauchen keine teuren Spezialreiniger aus dem Fachhandel. Mit einfachen Hausmitteln, die praktisch jeder zu Hause hat, lässt sich das Metallgitter wieder in neuem Glanz erstrahlen.

Das heiße Bad mit Natron wirkt Wunder

Die beliebteste und wirksamste Methode nutzt die Kraft von heißem Wasser kombiniert mit alkalischen Substanzen. Natron eignet sich hervorragend, um selbst hartnäckiges, altes Fett aufzulösen und dessen Struktur binnen weniger Minuten aufzuweichen. Sie benötigen dafür einen großen Topf oder eine tiefe Backform, in die der Filter hineinpasst.

So gehen Sie dabei vor:

  • Bringen Sie Wasser in einem ausreichend großen Behälter zum Kochen.

  • Geben Sie das Natron vorsichtig portionsweise ins kochende Wasser – rechnen Sie mit etwa einer halben Tasse Pulver auf drei bis vier Liter Wasser. Achtung: Die Flüssigkeit beginnt heftig zu sprudeln.

  • Tauchen Sie den verschmutzten Filter in die Lösung ein und lassen Sie ihn bei schwacher Hitze 15 bis 20 Minuten ziehen.

  • Falls das gesamte Gitter nicht hineinpasst, behandeln Sie es abschnittsweise und wenden Sie es dabei regelmäßig.

Nach dieser Prozedur löst sich der größte Teil des Schmutzes quasi von selbst. Ein kurzes Nachbürsten mit einer weichen Bürste und gründliches Abspülen unter fließendem Wasser genügen.

Kernseife als sanfte Alternative

Wenn die Verschmutzung noch nicht steinhart geworden ist, kann gewöhnliche Kernseife mit 72 Prozent Fettanteil helfen. Sie enthält Fettsäuren und Laugen, die schonend auf Aluminium wirken, ohne es zum Oxidieren zu bringen.

Für die Seifenlösung reiben Sie eine halbe Seife grob und lösen die Späne in heißem Wasser auf. Legen Sie die Filter für 30 bis 40 Minuten in die entstandene Seifenlauge. Diese Methode erfordert etwas mehr mechanischen Einsatz: Nach dem Einweichen müssen Sie das Gitter mit einem harten Schwamm oder einer alten Zahnbürste bearbeiten, um das aufgeweichte Fett aus den Zellen zu entfernen.

Rohrreiniger nur im absoluten Notfall

Bei extrem vernachlässigten Fällen, wenn sanfte Methoden versagen, können Sie zu einer radikalen Lösung greifen. Gels oder Granulate zur Rohrreinigung enthalten starke Aktivsubstanzen, die praktisch jede organische Materie auflösen können.

Dabei ist größte Vorsicht geboten:

  • Ziehen Sie dicke Gummihandschuhe an und öffnen Sie unbedingt ein Fenster zur Belüftung.

  • Legen Sie den Filter in eine Edelstahlwanne – verwenden Sie keinesfalls Aluminiumschalen.

  • Tragen Sie das Produkt gleichmäßig auf den Filter auf und lassen Sie es fünf bis zehn Minuten einwirken.

  • Spülen Sie den Filter anschließend sehr gründlich mit reichlich Wasser ab.

Bedenken Sie, dass häufige Reinigung mit derart aggressiven Zusammensetzungen zur Verfärbung des Metalls führen kann. Setzen Sie diese Methode daher nur in wirklich extremen Fällen ein.

Die Spülmaschine als praktischer Helfer

Viele moderne Dunstabzugshauben verfügen über Filter, die laut Hersteller spülmaschinenfest sind. Das ist der unkomplizierteste Weg, hat aber seine Grenzen. Wählen Sie das Programm mit der höchsten Temperatur und verwenden Sie hochwertige Tabs.

Vorsicht ist geboten: Besteht der Filter aus einer günstigen Aluminiumlegierung, kann er nach dem Spülgang durch die Reaktion mit Reinigungsmitteln nachdunkeln und seinen Glanz verlieren. Eine regelmäßige Wartung verhindert Defekte und hält die Luft im Haus frisch – daher empfiehlt sich eine Reinigung mindestens alle zwei Monate.

Nach oben scrollen